Thomas Schremmer MdL

Sprecher für Arbeitsmarkt, Gesundheit, Psychiatrie, Soziales, Demographie, Bauen und Wohnen

CDU verhindert Stationsapotheker

Thomas Schremmer: Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie lieber nicht die CDU

Darum geht’s

Nach der Veränderung der Mehrheitsverhältnisse im Niedersächsischen Landtag lehnt die CDU-Fraktion die Verabschiedung der Krankenhausgesetz-Novelle und damit die Einführung von Stationsapothekerinnen und -apothekern in Niedersachsen ab. Im Sonderausschuss zur Aufarbeitung der Mordserie durch den Krankenpfleger Niels H. hatte die CDU Anfang 2016 dem noch zugestimmt. 

Das sagen die Grünen

Thomas Schremmer, gesundheitspolitischer Sprecher

„Der Rückzieher der CDU in Sachen Stationsapotheker und anonymer Meldesysteme in Krankenhäusern ist in keinerlei Hinsicht nachvollziehbar. Der Einsatz von Stationsapothekerinnen und -apothekern ist internationaler Standard, sein Nutzen ist durch diverse Studien belegt: sie tragen nachweislich zur Qualitätssicherung und Risikoreduzierung, aber auch zur Senkung der Arzneimittelausgaben im Krankenhaus bei. Einige niedersächsische Krankenhäuser setzen bereits Apotheker auf Stationen ein – mit großem Erfolg, nicht nur für die Patientensicherheit, sondern auch für die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Krankenhaus. Insofern kann ich Niedersachsens Patientinnen und Patienten nur eines empfehlen: Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie lieber nicht die CDU.“

Zum Hintergrund

In dieser Woche wurde bekannt, dass die Zahl der Opfer des Krankenpflegers Niels H. deutlich höher liegen könnte als bisher angenommen – und dass seine Taten verhindert, zumindest aber früher hätten erkannt werden können. Die rot-grüne Landesregierung hat mit ihrem Gesetzentwurf zur Novelle des Krankenhausgesetzes ein ganzes Maßnahmenpaket vorgeschlagen, um die Patientensicherheit und die Versorgungsqualität zu erhöhen. Dieser Gesetzentwurf wird auf Betreiben des CDU nicht mehr in der laufenden Legislaturperiode beschlossen werden. Wir werden das Thema Patientensicherheit auch in der nächsten Legislaturperiode weiter verfolgen. 



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